Zu heiß gewaschen?

Papa ist "eingelaufen"

Papa ist „eingelaufen“

„Zu heiß gewaschen?“ fragt Enja, als wir ihr das Bild von mir auf der großen weißen TripTrap Bank aus Ebeltoft schicken. Nun habe ich heute morgen wirklich lange geduscht, aber richtig heiß war das Wasser in Grenaa nicht. Hatten wohl all die Segler schon verduscht, die vor uns ausgelaufen waren. Als ich Mara um 8:30 Uhr vorsichtig wecke und laut klappernd den Frühstückstisch decke, damit sie noch in der Koje frühstücken kann, ist der Hafen schon wieder ziemlich leer. Für heute ist wenig Wind von vorne angesagt, aber ganz so weit haben wir es bis Ebeltoft ja nicht.

Grau und kalt - wie schön muß es hier im Sommer sein...

Grau und kalt – wie schön muß es hier im Sommer sein…

Hoch am Wind können wir 180 Grad anliegen, als wir die Segel gesetzt haben. Unter einer dunklen Wolke dreht der Wind aber zurück, bald sind es nur noch 160 Grad, gar 150 Grad. Nachdem die dunkle Wolke durch gezogen ist, pendelt der Wind wieder in die alte Richtung und wir können wieder 180 Grad, sogar 190 Grad steuern. Der erste Schlag bringt uns ein ganzes Stück von Land weg. Ich erwarte, dass der Wind im Laufe des Tages mehr auf Süd dreht, dann können wir nach der Wende auf dem anderen Bug deutlich mehr Höhe laufen. Erstmal ist es jedoch grau und kalt. 17°C, dazu Wind von vorne. Auf Mara’s IPad schauen wir uns „Ich, einfach unverbesserlich“, Teil 1, an. Danach verholt Mara sich in die Koje, zu ungemütlich heute an Deck. „Chantal“ steuert und ich verkrieche mich hinter dem Sprayhood.

Wieviel wärmer es in der Sonne ist!

Wieviel wärmer es in der Sonne ist!

Nach 2 Stunden wenden wir dann doch, auch ohne Winddreher. 280 Grad auf dem anderen Bug. Auch mal 290 Grad. Dann dauert das hier doch wohl noch etwas länger. Um um die Ecke zu kommen, müsste ich 250 Grad fahren können. Aber nach einer weiteren Stunde kommt die Sonne mit blauem Himmel hervor und der Wind dreht tatächlich auf Süd. Bald kann ich 250 Grad, 240 Grad, sogar 235 Grad steuern und wir kommen ohne eine weitere Wende an der grünen Tonne „Klokkegrund“ vorbei. Vor Ebeltoft beginnt (wie imer) die Suche nach den mikroskopisch kleinen grünen Tonnen um das Flach bei Sandhagen, dann sind wir um 17 Uhr im Hafen und erhaschen noch einen der letzten freien Plätze.

Dann können wir dem durchziehenden Sturmtief „Zejlko“ ja einigermaßen entspannt entgegensehen.

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