We are Red, we are White …

Schatten!!!

Schatten!!!

Heute ist jetzt schon der fünfte Tag, an dem wir in T-Shirt und kurzer Hose segeln. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten 30 Jahren einen so warmen Sommer beim Segeln erlebt zu haben. Gestern hatten wir noch überlegt, ob wir uns mit Nico und Birte von der TAM TAM treffen können, aber daraus wird leider nichts. Sie wollen den Wind heute nutzen, um nach Süden zu kommen. Wir hatten zuerst die Idee nach Dyvig zu segeln, aber da Ärösköbing gestern so proppenvoll war, wird es in Dyvig wohl auch nicht besser sein. Sonderburg wird wohl nicht so beliebt sein, da finden wir bestimmt eher einen freien Platz heute Abend. Nachdem wir die Segel gesetzt haben verschwindet Mara auf dem Cockpitboden unterhalb der Pinne, dort ist nämlich Schatten (!!!) und liest weiter ihr Buch.

Mara 4 m neben dem Boot

Mara 4 m neben dem Boot

Wir haben wohl nicht so richtig auf unsere Füße acht gegeben, denn die sehen inzwischen „Red“ (das, was oben aus den Schuhen herausrausragt) and „White“ (das, was in den Schuhen steckt) aus. Auf dem Kurs, wir haben das Vorsegel ausgebaumt, vermisse ich unseren Spinnaker doch recht heftig. Ich rufe meinen Segelmacher an, der letzte Woche noch Maße an Bord abngenommen hat, aber Uli ist noch im Urlaub, sagt man mir am Telefon. Gleich darauf sehen wir die NEEDLES AND PINS aus Söby auslaufen. Ob Uli dort an Bord ist? Da hätten wir die endgültigen Maße ja fast von Schiff zu Schiff besprechen können 🙂

Noch eine neue Perspektive

Noch eine neue Perspektive

Nach einiger Zeit ist es Mara aber zu langweilig und sie kommt auf die Idee, weitere Perspektiven zum Fotografieren auszuprobieren. Ich erzähle, dass ich mal Filmaufnahmen von der Spibaumnock gemacht habe – vor 30 Jahren. „Das hört sich ja interessant an“, meint Mara. Also, Spibaum anschlagen, Bootsmannstuhl anziehen, Spifall als Toppnant, Niederholer und Achterholer und gleich darauf schwebt Mara vier Meter neben dem Schiff. Ein paar Aufnahmen von der Bugwelle, vom Boot, von sich selber.“Kannst Du mich nochmal weiter nach unten fieren? So dass die Füße nass werden?“ Klar! Die Perspektive ist noch viel besser.

Ein Halo um die Sonne

Ein Halo um die Sonne

Hinter Skjoldnäs dreht der Wind auf SE, aber den Kurs hinunter nach Gammel Pöl können wir gut anliegen. Der Himmel zieht sich etwas zu und über uns ensteht ein Kreisrunder Halo um die Sonne. Das sieht man ja auch nicht alle Tage. Obwohl wir ohne Spi unterwegs sind, könnenw ir noch ein paar größere Bavarias abhängen. Und in Sonderburg sind tatsächlich noch eine ganze Menge Plätze frei. Mal sehen, wohin uns der Wind morgen hintreibt. Vielleicht wollen wir in die Flensburger Förde hinein, Glücksburg, Ochseninseln oder Flensburg Innenstadt – mal sehen.

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