STRAAAAND!

Der Yachthafen von Ystad

Gestern sind wir von Simrishamn hierher nach Ystad gesegelt. Wind S 4, einen Holeschlag, bis wir am Leuchtturm Sandhammeren vorbeikommen, dann mit einem Schrick hierher. An der Steilküste zwischen Sandhammeren und Kaseberga sehen wir eine ganze Anzahl von Paraglidern, die dort im Aufwind der Küste hin- und herfliegen. Überhaupt sieht die Küste völlig anders aus, als wir es die vergangenen Wochen gewohnt sind. Die Steilküste ist wohl gar nicht ganz steil, jedenfalls sieht man nur sporadisch das Weiss der Abbruchkannten, sondern es ist alles grün bewachsen. Und unten am Ufer sieht man sogar STRAND, den haben wir seit Dueodde auf Bornholm nicht mehr gesehen auf dieser Reise. In Ystad sind wir schon relativ früh, so dass wir abends mal wieder etwas aufwändiger kochen. Am nächsten Tag soll noch einmal Wind aus West sein, daher wollen wir am Sonntag in Ystad bleiben. Die folgenden Tage soll es Wind aus Ost geben, dann kommen wir leichter weiter auf unserem Weg nach Kopenhagen. Allerdings sind sich die Wetterberichte noch uneins, ob wir nur sehr leichte Winde (Bft. 2) oder schönen Segelwind (Bft. 4-5) bekommen sollen. Egal, wir haben Zeit genug.

Das sieht nett aus

Heute kann Enja mal wieder ausschlafen, dann frühstücken wir gemütlich, bummeln durch die Stadt. Ystad ist ganz nett, hat aber nicht den Charme der kleinen Dänischen Hafenstädtchen – und die Fußgängerzone wirkt am Sonntag mit den ganzen geschlossenen Geschäften doch etwas verwaist. Enja entdeckt ein altes Fachwerkhaus, von dem sie ganz begeistert ist, und die Skulptur eines Fohlens in der Innenstadt muss ich fotografieren. Völlig unerwartet stolpern wir über einen geöffneten Supermarkt und kaufen noch ein paar Dinge ein. Auf dem Rückweg zum Hafen bemerkt Enja, „Ich habe eigentlich auch schon wieder Hunger…“ – also, Papi, ab in die Pantry und den Nudelauflauf fertigmachen!

Ein Wildpferd in der Fugängerzone

Während ich das Essen zubereite versucht Enja, weiter braun zu werden – dafür muss sie nach dem Essen abwaschen. Abends versuche ich noch einmal eine Wetterprogose von Windfinder aus dem Internet zu ziehen, aber das WLAN hier in Ystad ist heute ziemlich zickig. Schließlich klappt es aber doch, wenn auch nicht über das Public Netz des Hafens. Es scheint so, dass der versprochene Ostwind morgen nur bis mittags durchstehen wird, und dann wieder auf WSW dreht. Das heißt für uns mal RICHTIG früh aufstehen morgen, um bis mittags möglichst weit in Richtung Falsterbrorev gekommen zu sein. Dann können wir in Richtung Kopenhagen abfallen. Mal sehen, ob die Überlegungen aufgehen.

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Ein Kommentar zu STRAAAAND!

  1. Silke Löw-Tragmann sagt:

    Ihr Lieben!
    Wie schön zu hören, dass es Euch gut geht und Ihr trotz Gegenwinden immer ein gutes Stück voran kommt. ich habe mich noch gar nicht für Eure liebe Karte bedankt, das hole ich hiermit nach. Wir haben uns wahnsinnig gefreut! Sicher ist es in den letzten Tagen auf See wunderbar gewesen. Hier im Ruhrpott war es warm – aber schön…
    Ich verfolge Euch weiter und drücke Euch die Daumen, dass Ihr weiterhin viel Spaß und möglichst keinen Gegenwind habt!
    Herzlichste Grüße,
    Eure Silke, Stefan, Tim und Finn

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