Kalmar

Für heute hatten wir uns wieder einen Hafentag vorgenommen und wollten uns Kalmar ansehen. Aber erst einmal schliefen wir uns so richtig schön aus. Papa ging dann schon mal duschen und ich blieb noch etwas liegen. Dann gab es Frühstück, wobei das (zumindest bei Papa) eher zum Brunch wurde. Danach ging ich dann duschen und irgendwann um die Mittagszeit konnten wir uns endlich aufraffen, etwas zu unternehmen.

Das Schloß in Kalmar

Nach Sicht steuerten wir zunächst zielstrebig „Kalmar Slott“ an. Ein paar Minuten nachdem wir angekommen waren fing eine englischsprachige Führung durch das Schloss an, bei der wir einiges Interessantes erfuhren. Unser Schlossführer war in mittelalterlicher Kleidung gewandet, sodass man sich sofort in der Zeit zurückversetzt fühlte. Wir starteten mit einem Überblick über die Geschichte des Schlosses, wozu drei Verschiedene Modelle des Schlosses aufgebaut worden waren. Weiter ging es in einen Eckturm der Burg, in dem früher die politischen Feinde des Königs gefangen gehalten wurden, wobei die meisten von ihnen in diesen kalten Gemäuern erfroren. Eine Ratte, die aus einer Nische über die Köpfe der Besucher blickte, war ein nettes kleines Detail.

Weiter ging es in den Schlafraum der Königin. Dort hingen zwei sehr beeindruckende Wandteppiche. Außerdem war dieser Raum mit dem Reisebett des Königs möbliert. Dieser war ganz aus Dänemark gestohlen worden. Und damit des Nachts keine dänischen Seelen den König heimsuchen konnten, wurden den geschnitzten Gesichtern und Masken an diesem Bett die Nasen abgeschlagen, denn in den Nasen wohnen die Seelen.

Der prächtig gedeckte Speisesaal

Als nächstes besichtigten wir den Empfangsraum der Königin. Die Wände waren außerordentlich kunstvoll und aufwendig vertäfelt. Denn in jedem Abschnitt waren Bilder zu sehen, zum Teil dreidimensionale Körper, wobei jede kleine Fläche ein einzelnes handgearbeitetes Holzstück war. Zudem war der Raum so konstruiert, dass Türen für einen Ortsfremden nicht zu erkennen waren.

Von diesem Raum aus wurden wir zur „Grauen Halle“ geführt, in dessen Mitte ein prachtvoller Tisch, mit Speisen und ausgestopften Tieren dekoriert, stand. An diesen Raum grenzte das Schlafgemach des Königs, welches mit lauter geschnitzten und gemalten Jagdszenen dekoriert war. Durch eine unsichtbare Tür ging es zur Toilette des Königs, durch die er, im Falle eines Angriffs, auch aus dem Schloss fliehen konnte.

Der folgende Raum war sehr groß und an den Wänden hingen lauter Gemälde von Angehörigen der königlichen Familie. Außerdem stand eine Art Thron in diesem Saal. Dies war die sogenannte „Goldene Halle“. Weiter ging es in die „Grüne Halle“, die wegen ihrer grünen Decke und der vorrangig grünen Fresken so benannt worden war. Das Grün ist heutzutage jedoch eher als grau zu erkennen. Als letzten Raum lernten wir die Kirche im Schloss kennen.

Uwe auf der Schlossmauer

Nach dem Rundgang machen wir eine Mittagspause auf der Schlossmauer und genießen das gute Wetter. Nach unserem Schlossbesuch wollten wir eigentlich noch das direkt neben dem Schloss gelegene Kunstmuseum besichtigen, doch dieses hat montags geschlossen. Also gehen wir Richtung City und kaufen noch etwas ein. Dann gibt’s Lunch. Nudeln mit Sahne-Lachs-Soße für mich, Pesto Rosso mit Nudeln für Papa. Noch ein paar Postkarten kaufen und die alten in den Briefkasten werfen, dann sind unsere Pflichten für heute erledigt.

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