Nordlicht & Sterne

Begleitete Themenreise mit M/S NORDKAPP

Im nächsten Frühjahr gibt es mal wieder ein Alternativprogramm. Urlaub ohne Segelboot, aber auch nach Skandinavien (wohin sonst?). Mit einem Schiff der «Hurtigruten» ab Bergen nordwärts entlang der Norwegischen Küste bis nach Kirkenes und wieder zurück nach Trondheim. Ende Februar, wenn es noch kalt und dunkel ist. Unter dem Motto „Nordlicht & Sterne“. Freue mich schon riesig!

Im Internet gibt es ein „Hurtigruten Forum“ (auch auf facebook), in dem viele Fotos von der wunderschönen Landschaft Norwegens im Winter und vom Nordlicht gepostet werden. Ich kann es kaum erwarten…

Nordlicht&Sterne (c) Hurtigruten

Themenreise „Nordlicht & Sterne“ – (c) Hurtigruten

„Tauchen Sie ein in die klare norwegische Polarnacht und lassen Sie sich von Sternbildern und Nordlichtern verzaubern. Die Termine der Themenreisen sind ideal auf die Mondphasen abgestimmt und werden neben einer deutsch-sprachigen Reiseleitung von Astronomie-Experten von astronomie.de begleitet, die sowohl das Land als auch den norwegischen Winterhimmel bestens kennen. Die ideale Voraussetzung für ein fulminantes Astronomie-Erlebnis auf der klassischen Postschiffroute von Bergen nach Kirkenes und zurück.

Die Reisen werden in Kooperation mit astronomie.de, Deutschlands größter Internetgemeinschaft für Freunde der Astronomie, durchgeführt. Lektoren dieses Partners werden Ihnen „Nordlicht & Sterne“ näher bringen.“

Reiseverlauf

1. Tag: Hinreise/Bergen Bequem reisen Sie per Flug nach Bergen. In der heimlichen Hauptstadt Norwegens angekommen, erwarten Sie Ihre Reiseleitung sowie Ihre Mitreisenden. Gemeinsam gehen Sie auf eine kurze Orientierungsfahrt, die am Hurtigruten Anleger endet. Nach der Einschiffung beginnt Ihre Themenreise gen Norden.

2. Tag: Ålesund – Molde Morgens erwatet Sie Ålesund. Nach einem Brand im Jahre 1904 wurde die Innenstadt neu im Jugendstil aufgebaut. Abends haben Sie einen kurzen Aufenthalt in Molde – der „Stadt der Rosen“. Der Name rührt daher, dass hier aufgrund des Golfstroms trotz der nördlichen Lage Rosen wachsen. Spätabends erreichen Sie Kristiansund.

3. Tag: Trondheim Heute erreichen Sie Trondheim. Erleben Sie während einer optionalen Stadtrundfahrt die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt und als Höhepunkt den berühmten Nidaros-Dom, in dem zahlreichen norwegische Könige gekrönt wurden. Wieder auf See, passieren Sie nachmittags den schmalen Stokksund.

4. Tag: Lofoten Als eine der schönsten Regionen Norwegens gilt die Inselgruppe der Lofoten, die Sie heute erreichen. Freuen Sie sich auf die bunten Häuschen, die am Hang zu schweben scheinen. Abends legt Ihr Schiff in Stamsund und später Svolvær an.

5. Tag: Vesterålen – Tromsø Am Morgen machen Sie einen kurzen Stopp in Harstad auf den Vesterålen. Am Nachmittag laufen Sie Tromsø, die größte Stadt Nordnorwegens und auch „Tor zur Arktis“ genannt, an. Hier können Sie an spannenden Winterausflügen teilnehmen – wie z.B. Hundeschlitten- oder Schneemobil-Touren.

6. Tag: Honningsvåg (Nordkap) Sie erreichen Hammerfest und später Honningsvåg. Von hier aus empfiehlt sich ein Ausflug zum legendären Nordkap-Felsplateau. Hier werden Sie das Gefühl haben, am Ende der Welt angekommen zu sein.

7. Tag: Kirkenes In Kirkenes sind Sie am Wendepunkt der Reise angelangt. Die Stadt befindet sich auf dem gleichen Längengrad wie St. Petersburg, Kairo und Istanbul. Wieder auf Südkurs, erleben Sie alle Attraktionen, die auf der Reise nach Norden nachts angefahren wurden, bei Tag.

8. Tag: Hammerfest – Tromsø In der nördlichsten Stadt Europas erinnert die Meridiansäule an die erste Vermessung des Erdumfangs. Weiter geht es in Richtung Tromsø, wo Sie ein Mitternachtskonzert in der Eismeer-Kathedrale besuchen können.

9. Tag: Vesterålen – Lofoten Heute sehen Sie die Inselgruppe Vesteralen und die malerischen Lofoten bei Tag. Genießen Sie auch die Passage durch den spektakulären Raftsund. Bei der Passage des Trollfjords scheinen die Felswände zum Greifen nah.

10. Tag: Polarkreis Sie überqueren erneut den Polarkreis und passieren die Gebirgskette „Sieben Schwestern“. Welche Sage es über sie gibt, erfahren Sie von unseren Expeditionsleitern.

11. Tag: Trondheim/Rückreise Am frühen Morgen erreichen Sie Trondheim. Nach dem Frühstück an Bord geht es per Transfer zum Flughafen, wo Sie sich von Ihrer Reiseleitung und den Mitreisenden verabschieden und Ihr Rückflug nach Deutschland erfolgt.

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Kommodore Rüdel Preis II

Der Preis für die "sportliche Reise 2012"

1. Preis für die „sportliche Reise“ 2012 und 2016

„In der Kategorie «Die Sportliche Reise», der erste Platz, Gesamtdistanz 1.007 Seemeilen, davon 620 Seemeilen Einhand…“

Äh?!?

„Ich brauche jetzt gar nicht mehr sagen, jeder hier ahnt, wer das ist…“

Ich?

„Uwe Hollenbach mit der SNAEDIS!“

Überraschung! Wie 2012 mit Enja… Ich bekomme meine Obstschale wieder!

„Uwe wird uns jetzt ebenfalls einen kleinen Vortrag über seine Reise halten!“

Was werde ich halten? Einen Vortrag?? Hätte mir das vielleicht jemand vorher sagen können???

„Arne, Du überrascht mich etwas… Ich habe ja überhaupt nichts vorbereitet, keine Bilder dabei… Aber gut, ich werde etwas improvisieren…“

Eine Kurzfassung des Reiseberichtes hier

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Tallin, Bergen oder Cherbourg?

Die KUH beim Absegeln 2016

Die KUH beim Absegeln 2016

Hanna, die Leiterin unserer Jugendabteilung im KYC, hatte schon im vergangenen Jahr angefragt, ob ich vielleicht Zeit hätte mit auf Sommerreise mit der KUH („Zukunft IV“) zu kommen. Damals kam die Anfrage zu spät, meine eigene Planungen für den Sommer 2016 waren schon zu weit fortgeschritten. Ich hatte Hanna gebeten, falls auch in Zukunft Bedarf besteht, für das Jahr 2017 schon rechtzeitig anzufragen und so erhielt ich schon Ende Oktober eine Mail von Hanna, „Hallo lieber Uwe, gern möchten wir mit Dir 2017 ein paar Meilen gemeinsam auf die Logge bringen. Dass die KUH nächste Saison über den Atlantik fährt ist angedacht aber noch nicht endgültig zugesagt. So oder so wollen wir vorher unsere Sommerreise segeln. Um weiteres zu besprechen und Dich im Kreise der Yachtschüler auch den Jüngsten vorzustellen, möchten wir Dich gern am 18.11.2016 um 16 Uhr zu unserer Jahreshauptversammlung im Yachtschulraum einladen! Wir freuen uns! Viele Grüße, Hanna“

Die Jugendabteilung Weihnachten 2015

Die Jugendabteilung Weihnachten 2015

Darüber freue ich mich auch, sehr! Ich werde dann zwar nicht mit der SNAEDIS unterwegs sein können, aber die früheren „Kuh“-Reisen (vor 30 Jahren, damals noch mit der ZUKUNFT II) sind mir immer noch als besonderes und schönes Gruppenerlebnis in Erinnerung und man merkt auf jeder Weihnachtsfeier der Jugendabteilung, das es allen Generationen, von jung bis alt, genauso geht. Sich noch einmal jung fühlen wie vor 30 Jahren? Zusammen mit der heutigen Jugend neue Ziele ansteuern? Auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag wurden drei mögliche Ziele diskutiert:

  1. In der Ostsee in die Stockholmer Schären, zu den Aland Inseln und nach Tallin und Riga in den Baltischen Staaten,
  2. Durch die Nordsee nach Stavanger und Bergen und zu den großen Fjorden wie Lysefjord und Hardangerfjord, und
  3. Als Teil der Atlantikreise die erste Etappe durch die Nordsee in den Englischen Kanal, nach Portsmouth, Cowes, Southampton mit Crewwechsel in Cherbourg.

Ich freue mich und bin neugierig, was es werden wird…

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Atlantik Anniversary Regatta

Die KUH bei der ARC2002

Die „Kuh“ beim ARC2002 kurz vor dem Ziel

Nachdem die Mittelmeerreise 2015/16 mit der ARNDT ein voller Erfolg war und viele Segler des Kieler Yacht-Clubs zusammen gebracht hat, beginnen nun die Planungen für eine nächste große Reise mit einem Clubschiff. Im Rahmen seiner Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150 jährigen Bestehen veranstaltet der Norddeutsche Regatta Verein 2017/18 die Atlantic Anniversary Regatta. Unter Leitung unseres Takelmeisters Hauke Bohnen untersucht eine Arbeitsgruppe nun die Durchführbarkeit einer Atlantik-Rundreise, die im Herbst 2017 erst über die Kanaren in die Karibik und dann im Frühjahr 2018 die amerikanische Ostküste hoch führen soll. Der Höhepunkt der Reise wird dann die Teilnahme an der Atlantic Anniversary Regatta im Sommer 2018 bilden. Bei den Wettfahrten Newport-Bermuda und Bermuda-Hamburg wollen wir dabei sein.

Es ist geplant, diese Reise mit der „Zukunft IV“ (genannt „Kuh“), dem Flaggschiff der Jugendabteilung des Kieler Yacht-Clubs, durchzuführen. Die „Zukunft IV“ ist eine Baltic 52, mit der im Jahre 2002/2003 bereits eine Nordatlantik-Rundreise unter dem Motto destination:zukunft durchgeführt worden ist.

Neben den Mitgliedern des Kieler Yacht-Clubs möchte der Verein auch den Freunden im Yacht Club Strande und in allen Segelclubs der Kieler Sporthafen GmbH die Möglichkeit geben, mit auf die Reise zu kommen.

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Einhandsegeln

"Einhandsegeln" von Stephan Boden

„Einhandsegeln“ von Stephan Boden

Gestern war ich auf der Hanseboot und bin durch die Hallen geschlendert. Genausowenig wie an einem Bücherladen, kann ich am Stand von Delius Klasing vorbeigehen. Dort liegt auch das neue Buch EINHANSEDELN von „Digger“ Stephan Boden. Schon sein erstes Buch habe ich gerne gelesen. Er schreibt gut, ich mag seinen Stil, und das Einhandsegeln ist ja, seit wir die SNAEDIS haben, sowieso „meins“ geworden. Ich habe einige Bücher über das Einhandsegeln, den Klassiker von Henderson, da geht es aber mehr um Ozeanpassagen, oder den Bildband zum Observer Singlehand Transatlantic Race (OSTAR).

Das neue Buch von Stephan wendet sich an einen völlig anderen Leserkreis. Stephan will den Ostseesegler ansprechen, den normalen Segler von nebenan ermutigen es doch einfach mal auszubrobieren, wenn kein Mitsegler da ist, oder auch einfach mal so. Weil es so unglaublichen Spaß macht, auch mal alleine unterwegs zu sein. Er beschreibt anschaulich, wie man die üblichen Manöver auch alleine ausführen kann, und spart dabei nicht daran, von eigenen Mißgeschicken zu berichten. Und immer wieder der Hinweis (oder auch der dringende Rat), sich genug Zeit zu lassen, sich mehr Zeit zu nehmen für Manöver, langsam zu machen, wenn man alleine unterwegs ist. Darüber hinaus gibt er Tips zur idealen Bootsgröße und zu sinnvollen Anpassungen von Ausrüstungsdetails an das Einhandegeln.

Mir hat das Buch viel Spaß gemacht, ich habe es gleich gestern Abend bis viel zu spät in einem Rutsch fast ganz durchgelesen. In vielen Schilderungen habe ich mich selber wieder erkannt und mir bei meinen Einhandmanövern über die Schultern geschaut. Viele Ausrüstungsdetails, die Stephan beschreibt, sind auf der SNAEDIS schon vorhanden, der Voreigner war nämlich auch oft mit seinem Boot einhand unterwegs. Und in den acht Jahren, in denen ich einhand mit der SNAEDIS unterwegs bin, habe ich sicher auch schon alle Fehler gemacht, die Stephan in seinem Buch beschreibt. Man lernt wohl doch am meisten aus seinen Fehlern. Wer es also auch einmal „allein, aber nicht einsam“ ausprobieren will, dem wird das Buch viel Freude machen. Well done, Stefan.

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Spaceship Earth

Die Weltumseglerin Mareike Guhr engagiert sich schon lange für ein Hilfsprojekt auf Haiti. Die Menschen dort und vor allem die Kinder auf der kleinen Ile a Vache, die sie bereits zweimal mit Hilfsgütern besucht hat, brauchen DRINGEND Trinkwasser, Nahrungsmittel und Medikamente. Kaum einer hat mehr ein Dach über dem Kopf und die kleinen Mädchen, mit denen sie hier auf dem Foto unterwegs ist haben ihr Zuhause verloren! Ihre Häuser wurden von Hurrikan Matthew zerstört und weggeschwemmt. Die Ernte zerstört, die Lebensgrundlage genommen und nun ist die Cholera im Anmarsch…

BITTE Leute helft und SPENDET!

BITTE Leute helft und SPENDET!

Die Resonanz auf ihren Spendenaufruf ist nach den ersten Tagen enttäuschend und sie schreibt sich auf facebook ihren Frust von der Seele, „Meine Freunde auf Haiti, vor allem die Kinder hungern und sie erwartet eine schlimme Cholera-Welle. Ich weiss um das ungeheure Privileg in diese Wohlstandsgesellschaft hineingeboren worden zu sein, aber den Reichtum in Deutschland zu sehen und gleichzeitig zu erfahren wie schwer es ist die Menschen hier dazu zu bewegen, ein klitzekleines bisschen von ihrem Wohlstand an die unterprivilegierten dieser Welt abzugeben… das ist schlimm. Ich bin gerade sehr hart wieder in der Europäischen Realität gelandet. Mein ganz grosser Dank daher an all diejenigen, leider bisher wenigen, die gespendet haben!“

Natürlich kann nicht jeder Einzelne von uns die Welt retten. Aber die Einsicht, dass wir die Reichtümer der ersten Welt mit den Menschen der zweiten und dritten Welt teilen müssen, um unser aller Überleben auf dem „Spaceship Earth“ zu sichern, sollte mehr Zustimmung finden. Letztlich ist auch die derzeitige Flüchtlingsproblematik nur ein Ausdruck dieses Ungleichgewichtes, dass es abzumildern gilt.

Als „strategisch hochwichtige Frage“ bezeichnet Bundeskanzlerin Merkel in einem Gespräch mit der ZEIT einen neuen Umgang mit Afrika. Merkel: „Ich glaube nicht daran, dass wir dieses Problem durch maximales Ignorieren, durch Distanz und Abschottung wieder verschwinden lassen können. Ich bin Realistin, und das ist eine Realität.“

Merkel sagt weiter, sie sei „überzeugt, dass unsere Sicherheit, unser Leben in Frieden und unsere nachhaltige Entwicklung mit der Lebenssituation von Menschen, die weit weg von uns wohnen, zusammenhängen“. Ihr Amtseid beziehe sich auf das Wohl Deutschlands, dieses sei aber heute „allein mit der Konzentration auf Deutschland selbst dauerhaft nicht zu erreichen“. „Wenn ich als deutsche Bundeskanzlerin dafür sorgen will, dass es uns Deutschen gut geht, dass die Europäische Union zusammenhält, muss ich mich auch darum kümmern, dass es in Europas Nachbarschaft so zugeht, dass Menschen dort Heimat auch als Heimat empfinden können. Konkret heißt das in unserer Zeit, dass wir uns in neuer Weise mit Afrika befassen müssen.“

Genau darum geht es. Und nicht nur um Afrika, sondern um die ganze zweite und dritte Welt. Wir haben nur dieses eine „Spaceship Earth“!

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Die Zigeuner Motte lebt

2016-08-17-01

„Gipsy Moth IV“ in Greenwich (1979)

In der der YACHT 18/2016 ist unter der Rubrik „das besondere Boot“ ein Artikel über Sir Francis Chichesters „Gipsy Moth IV“ zu finden, mit der Chichester in den Jahren 1966/67 Segelgeschichte schrieb, in dem er seiner Weltumseglung in nur zwei Etappen von Plymouth nach Sydney und zurück nach Plymouth beendete. Das Buch zu dieser Weltumseglung, „Sir Francis Chichester – Held der Sieben Meere“, erschienen bei Droemer Knaur (und im Original mit dem weit weniger reißerischen Titel „GIPSY MOTH Circles the World“) ist wohl das Stück Segelliteratur, das ich am häufigsten gelesen habe. Ich erinnere mich noch gut, wie ich 1979 mit meinen Eltern in England war und wir in Greenwich die „Gipsy Moth IV“ neben der „Cutty Sark“ gesehen haben und wie fasziniert ich war, diese Ikone der Segelei besichtigen zu können – was schließlich dazu führte, dass ich meinen Laser ebenfalls auf den Namen „Gipsy Moth“ taufte.

Video auf YOUTUBE: Chichesters Arrival (1967)

Bei aller Nostalgie sollte man nicht vergessen, dass die „Gipsy Moth IV“ bei ihrer Fertigstellung ein Boot war, mit dem „der normale Fahrtensegler nicht einmal zum Absegeln ausgelaufen wäre“, wie ich irgendwo einmal gelesen habe. Chichester selbst beschreibt das Boot als…

…zu groß bzw. zu schwer…

Cockpit und Niedergang

Cockpit und Niedergang

Der ursprüngliche Plan hatte eine Wasserverdrängung von 5.75 Tonnen vorgesehen. (…) Als das Boot dann fertig war, hatte es aber eine Wasser-verdrängung von 9.5 Tonnen (…) und durch den (zusätzlichen) Bleiballast im Kiel erreichte es schließlich eine Wasserverdrängung von 11.5 Tonnen. Das war nicht weniger als das doppelte des Gewichtslimits, das ich ursprünglich angegeben hatte.

…mit zu wenig Segelfläche…

Illingworth sah ein Großsegel von 300 Quadratfuß (27.9 m²) vor, ein Besansegel von 140 Quadratfuß (13 m²) und als größtes Vorsegel eine Arbeitsfock von 200 Quadratfuß (18.6 m²) sowie eine Genua von ebenfalls 200 Quadratfuß. Meiner Meinung nach war dies eine sehr kleine Segelfläche für ein 54 Fuß langes Boot (…) und ich bestand auf einem um fünfzig Prozent größeren Vorsegel und zwei großen Genuafocks (dreimal so groß wie das von Illingworth vorgesehene größte Focksegel, d.h. je 600 Quadratfuß).

…nicht zu Ende gedacht und, vor allen Dingen, als viel zu rank…

Die Risse sahen mittschiffs einen kurzen, tiefen Kiel vor, achtern ein getrenntes Ruder mit Skeg davor. Ich war allerdings der Überzeugung, daß eine solche Anordnung bei grober See im Südpazifik nicht stabil genug sei, worauf Illingworth sich bereit erklärte, den Kiel bis zum Ruder zu verlängern.

Als die Arbeiten so weit fortgeschritten waren, daß der Motor eingebaut werden konnte, stellte sich heraus, daß die Schraube oberhalb der Wasserlinie liegen würde.

Der Aufbau ohne Ecken und Kanten

Der Aufbau ohne Ecken und Kanten

Ein Windstoß mit einer Stärke von höchstens 6 (Bft.) legte das Boot so um, daß die Masten parallel zur Wasseroberfläche lagen. Bei dieser Versuchsfahrt waren John Illingworth und Colonel „Blondie“ Hasler an Bord. Über die Frage, wie weit sich die „Gipsy Moth“ übergelegt hatte, waren wir alle verschiedener Meinung. John behauptete, die Masten hätten keinesfalls auch nur annähernd waagerecht gelegen. „Blondie“ sagte, „Ich glaubte zuerst, daß sie 80 Grad Schlagseite hat, aber hinterher dachte ich mir, daß man in solchen Fällen wohl immer übertreibt – wahrscheinlich hat sie gar nicht so stark gekrängt.“

…nach den ersten Segelversuchen wurde der Kiel mit zusätzlichen 1000 kg Blei beschwert. Auf der Jungfernfahrt erwies sich das Boot als schlecht zu manövrieren…

„Als wir (…) in den Hafen zurückkehrten, nur unter Großsegel, überließ man mir das Ruder. Ich hielt Kurs auf die Nahe Mole an der Ostseite des Hafens; 50 oder 75 Meter davor legte ich das Ruder um zu wenden. Die „Gipsy Moth IV“ reagierte nicht im geringsten. Wir liefen geradewegs auf die Mole zu (…) – ich aber war so wütend, daß ich nichts unternahm, außer daß ich John (Illingworth) herbei rief und ihm erklärte, was los war. Er warf sofort den Motor an, brachte ihn auf Touren und bekam damit das Boot herum.“

…und auch nach der Vergrößerung des Ballastanteils war das Boot immer noch zu rank, obwohl es für normale Verhältnisse (für die „Roaring Fourties“ war es ja vielleicht genau richtig) sogar untertakelt war…

„Einmal mußten sämtliche Amwindsegel gesetzt werden, um bei einer Briese von 20 Knoten die Geschwindigkeit von 9 Knoten zu erreichen, was bedeutete, daß das Boot bei geringeren Windstärken untertakelt war; und zweitens lag es 30 oder 35 Grad über. Wenn man im Solent segelt und sich in der Plicht aufhält, macht eine Schlagseite von 30 Grad nichts aus – dadurch wird das Segeln nur noch aufregender. Wenn man aber bei einer solchen Schlagseite unter Deck arbeiten soll, sieht das schon ganz anders aus; und bei grober See ist eine konstante Schräglage von 30 bis 40 Grad weit gefährlicher als auf dem ruhigen Wasser des Solent. Eine hohe Welle kann das Boot um weitere 40 Grad krängen lassen – und was passiert dann?“

Bereits unterwegs im Südatlantik mußte Chichester feststellen, daß das Boot so unausgewogen war, daß die Windselbststeueranlage das Boot nicht vernünftig am Wind zu steuern vermochte…

Chichesters Koje mit allen Instrumenten im Blick

Chichesters Koje mit allen Instrumenten im Blick

Es gab für die „Gipsy Moth“ einen kritischen Neigungswinkel. Wenn sie nur wenig aufrechter stand, begann sie anzuluven und Fahrt zu verlieren. Wenn sie sich jedoch um wenige Grad weiter überlegte, rutschte das Vorschiff leewärts weg und machte auf 30 Grad tieferen Kursen hohe Fahrt. Dabei erreichte die „Gipsy Moth“ Renngeschwindigkeit, aber natürlich nutzte das wenig, wenn nämlich der Kurs, den ich anliegen wollte, um 30 Grad anders lag.“

Umfangreiche Modifikationen in Sydney konnten schließlich die Segeleigenschaften so weit verbessern, daß Chichester seine Reise erfolgreich fortsetzen und beenden konnte.

Die Segeleigenschaften der „Gipsy Moth“ habe ich auf sehr harte Art kennen lernen müssen. Umso interessierter war ich, als ich erfuhr, dass die Firma Hobbies Ltd. eine „Gipsy Moth IV“ als Modellyacht auf den Markt gebracht hat. Es ist ein Modell, wie man es für regelrechte Modellregatten verwendet.

Als die Firma Hobbies Ltd. den maßstabgerechten Prototyp des Bootskörpers anfertigte, schien er bei den ersten Schwimmversuchen“statisch durchaus stabil“ zu sein. Sobald aber die Takelage angebracht war und die Segelversuche begannen, stellte sich heraus, dass der Kiel zu leicht war und das Boot so stark krängte, dass die Segel ins Wasser tauchten. Sehr ähnlich war es mir ja auch bei den ersten Segelversuchen mit der wirklichen „Gipsy Moth IV“ ergangen. Daraufhin baute man den Kiel um, machte ihn länger, dicker und schwerer; außerdem wurde er nach hinten zum Rudersteven verlängert, wie Warwick Hood es dann in Sydney getan hat. Als man das Modell mit Fernlenkung ausprobierte, stellte man fest, dass das ursprüngliche Modell auf Ruderkommandos zunächst überhaupt nicht reagierte, um dann ganz plötzlich herum zu „schießen“. Danach wurden mit dem Modell weitere Segelversuche angestellt. Das Modell benahm sich besser, nachdem man herausfand, dass die Ruderfläche verkleinert werden konnte, aber im Profil an den umgebauten Kiel angepasst werden musste.

Das bin ich - 1979 :-)

Das bin ich – 1979 🙂

Danach stellte sich heraus, dass das Besansegel die Tendenz hatte „überzukommen und das Modell vom Kurs abzubringen“. Das aber bedeutet, dass der Druck des Besansegels nicht durch das Vorsegel ausgeglichen wurde und infolgedessen das Modell zum anluven brachte. Dieser gleiche Fehler ist bei der „Gipsy Moth IV“ zum Teil in Sydney abgestellt worden, in dem man den Stevenbeschlag weiter nach vorne setzte. Dadurch war das Boot bei den meisten Segelmanövern schließlich im rechten Trimm. Beim Modell verkleinerten die Modellbauer das Besan und erzielten damit den gleichen Effekt. Wenn das Modell mit einem maßstabgerechten Großsegel geriggt war, schlug das Segel so, das es nicht zur vollen Wirkung kam; man musste also beim Modell auch die Größe des Großsegels verringern, damit es richtig zog. Nach all diesen Änderungen stellte sich heraus, dass Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit des Modells weit über die Erwartungen der Modellbauer hinausgingen – sie sind überzeugt, dass Linienführung und Taklung des Bootes das beste sind, was derzeit auf dem Markt ist, und sogar als man die Leistung mit der von eigens für Fernlenkung entworfenen Modellrennyachten verglich, war es diesen sowohl hinsichtlich der Geschwindigkeit als auch der Handigkeit überlegen.

Hierzu Chichesters Kommentar:

Wie schade, dass die Erbauer der „Gipsy Moth IV“ nicht genügend Zeit hatten, ebenfalls ein Modell anzufertigen, um es auf einem Segelteich auszuprobieren, ehe das Boot gebaut wurde! Welch eine Menge Sorgen, Ärger und Anstrengungen hätte es mit erspart, wenn ich schon vor meiner Reise die Fehler der „Gipsy Moth IV“ hätte entdecken und abstellen können.

PPL PHOTO AGENCY - COPYRIGHT FREE Dateline Plymouth, 25:09:05:  'Gipsy Moth IV' and her crew set sail from Plymouth today on asecond global voyage to commemorate the 40th anniversary of Sir Francis Chichester's famous solo one-stop circumnavigation in 1966/7. She is due to return to Plymouth on 28th May 2007 - exactly 40 years after Chichester also returned. PHOTO CREDIT: Barry Pickthall/PPL Tel: +44(0)1243 555561 E.mail: ppl@mistral.co.uk  Web: www.pplmedia.com

PPL PHOTO AGENCY – COPYRIGHT FREE
Dateline Plymouth, 25:09:05: ‚Gipsy Moth IV‘ and her crew set sail from Plymouth today on asecond global voyage to commemorate the 40th anniversary of Sir Francis Chichester’s famous solo one-stop circumnavigation in 1966/7.
She is due to return to Plymouth on 28th May 2007 – exactly 40 years after Chichester also returned.
PHOTO CREDIT: Barry Pickthall/PPL
Tel: +44(0)1243 555561 E.mail: ppl@mistral.co.uk Web: www.pplmedia.com

Nach dem Abschluss der Reise schrieb Chichester in seinem Buch (gefunden auf der Webseite des Gipsy Moth Trust): „Now that I have finished, I don’t know what will become of „Gipsy Moth IV“. I only own the stern while my cousin owns two thirds. My part, I would sell any day. It would be better if about a third were sawn off. The boat was too big for me. „Gipsy Moth IV“ has no sentimental value for me at all. She is cantankerous (übersetzt: übellaunig, zänkisch, streitsüchtig) and difficult and needs a crew of three – a man to navigate, an elephant to move the tiller and a 3’6″ (1.1m) chimpanzee with arms 8′ (2.4m) long to get about below and work some of the gear“.

Vor ein paar Jahen haben neue Eigentümer die „Gipsy Moth IV“ aus ihrer Gruft neben der „Cutty Sark“ befreit und restauriert. Heute segelt die übellaunige, zänkische, streitsüchtige  und schwierige „Zigeuner Motte“ wieder.

Cowes, Isle of Wight, 11 july 2012 Panerai Classic Yacht Challenge 2012 Panerai British Classic Week 2012 Gipsy Moth IV Photo: Panerai/ Guido Cantini / Sea&See

Cowes, Isle of Wight, 11 july 2012
Panerai Classic Yacht Challenge 2012
Panerai British Classic Week 2012
Gipsy Moth IV
Photo: Panerai/ Guido Cantini / Sea&See

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Silver Rudder 2016

SolvRoret ImageIn diesem Jahr war ich nicht dabei… Als klar war, dass ich im Sommer wieder eine längere Reise machen konnte, hatte ich meine Meldung schon Mitte Juni zurückgezogen. Auch wenn die SNAEDIS am Sonntag noch mit „not yet finished“ in den Ergebnislisten stand, ich war nicht da und hatte auch nicht vor da zu sein… Aber als die ersten Posts so vieler Segelfreunde auf Facebook zu sehen waren, deren Anreise nach Svendborg, die Vorbereitung auf die Regatta, die Starts im Lifestream, da war die einzigartige Stimmung dort im Hafen und während der Regatta in Gedanken sofort wieder präsent und ich wäre doch gerne dort gewesen. Hier ein paar Impressionen – mehr für mich selbst als Erinnerung…

Alle Fotos diesen Jahres von https://www.facebook.com/UllmanSejlDk/photos

Hans Genthe

Hans Genthe mit seiner BB10

Hans Genthe mit seiner BB10 und dem „gigantisk stor“ Top-Spinnaker von der Asso99

Mein Start zum Silverrudder 2016 🙂 … die Halse war verdammt knapp. Fast 10 Minuten Video auf YOUTUBE von 2:01:58 bis 2:11:53. Kommentar im Video: Gigantisk stor spiler- den tyske kapseijler;)))“

Welche Platzierung es geworden ist? 20. Platz von 46. in meiner Gruppe 30-35 Fuß. Es wird ohne Vergütung gesegelt und auch nach Länge eingeteilt. Mit der BB10 habe ich gegen X 331, X99, JPK 10.10, X 342, Fareast 31R, etc segeln müssen – nach ORC müssen die alle viel schneller sein. Ist aber ein Riesenspaß, denn man darf alle Segel einsetzen. Habe unsere alten ASSO-Segel auf der BB10 gefahren.

Peter Kohlhoff

...17-19kn Wind mit typischer Ostseewelle...

…17-19kn Wind mit typischer Ostseewelle…

…das Silverrudder eine coole Regatta ist, weiß ja nun mittlerweile wirklich jeder… Hier ein paar Fotos von GLORIA und mir, vielleicht sieht man ein bisschen wieviel Laune das macht…

Hasso Hoffmeister: …und das fast schönste an Silverrudder ist ein gepflegtes Getränk aus Peter’s Bordbar und ein Zigarillo am Nachmittag nach dem Rennen mit Freunden an Bord von GLORIA! 🙂

Team Swash Buckler (X/99)

"Swash Buckler" kurz vor dem Ziel

„Swash Buckler“ kurz vor dem Ziel

Ich hab’s doch nochmal versucht – und endlich geschafft! 2014 in der Mörderflaute 20 Meilen vor dem Ziel aufgegeben, 2015 nicht angetreten – die Silverrudder Challenge beschäftigt mich schon eine ganze Weile….

Ein toller Bericht vom diesjährigen SilverRudder vom „Team Swash Buckler“ mit seiner X/99 auf seiner homepage: X99 SWASHBUCKLER

Mathias Müller von Blumencron (RED Class 40)

Off to a new experience: North towards Svendborg for the start to the Silverrudder Challenge, the worlds largest (but certainly not longest) Singlehand Event. First Class 40 ever on the starting line. 400 participants, 80 alone in the 40 feet class. Length of the starting line 200 meter. Will be crowded. Good mood! Follow the race on the Trac Trac App.

400 Skippers are preparing their boats for the Round Funen Singlehand Sprint. Boats range from Folkeboats, Seascapes, Minis, Yachts of all sizes to slick Trimarans. The special feeling: Everybody is totally relaxed, helpful, open. A wonderful day before a fun race.

RED Class 40 und GLORIA

RED Class 40 und Peter Kohlhoff mit GLORIA

Back from Silverrudder, the Race of the empty boats. A great experience with no second of sleep and hardly any relaxing moment. Tack with dozens of boats in a narrow inlet by night. Try to adapt your sails to a different course every couple of miles. Navigate Cargo ships and myriad of shallow reefs. At the end RED had a great lead as the first monohull until a 3/4 mile before the finishing line, when the breeze died completely and strong current pushed us backwards. There we waited together with the first Trimarans THREE long hours for wind and finally anchored. Then breeze came and with it two dozens of boats from far behind. We could not move before they all were passing right and left. So, well, we ended up third. But that’s part of the game. The fun of pushing the boat around the island of Funen on a late summer weekend with 400 other starters was unforgettable. It’s the creative Danes who invented the race and made it into the most successful event of its kind within four years. Thanks to the organizers. See you next time…with 600 starters?

Lutz Spannuth mit seiner Avance36

Lutz Spannuth mit seiner Avance36

Which were the most remarkable boats, before the breeze died? There was the pumped up Jollenkreuzer „Black Maggy“, built and sailed by Wolfram Heibeck from Hooksiel, a piece of Art in Aesthetics and Technology. There was the Swedish FarEast 31 „Kuai“, sailed by Per Svanberg. And the Swedish Admiralty 30 „Airbender“, a true missile of a boat. And of course the Esse850 „Firlefanz“ by Franz Schollmayer. There’s was the fun little Mini „Harp8“, sailed by Contender-Veteran Joachim Harpprecht. And there was the JPK 38, a remarkably fast modern cruiser racer, sailed very well by last years winner Andreas Rohde. Compare this boat with the latest designs of X-Yachts and you can see, how a once innovative yard lost its edge on the market for fast boats. Well, you earn more with large cruisers, but your image fades slowly. Don’t miss Silverrudder 2017!

Learning from the Danes: How to conduct one of the strangest, funniest, coolest races ever…

Auf YACHT.de: Magische Momente im Kleinen Belt

Hasso Hoffmeister

Dear Ole Ingemann Nielsen,

Mein Kollege Hasso mit seiner MANITU

Mein Kollege Hasso mit seiner MANITU

During my ride home by car with my boat on the trailer behind me I had time to reflect a little on what has happened to me during the last days. I wish to THANK YOU and your team for making this a great, great experience for me and I am sure others as well.

To share a little bit of what you missed because you had lots to do and organise; and this allowed us to enjoy: here are my highlights of this years adventure:

  • The starlit night when the half moon was rising with millions of stars above and hundreds of stars on the water, all in red, green or white around me.
  • It was like crossing through a jungle when we passed the southern end of Lille Belt. It was calm and no wind and there were some strange animal voices coming from the nearby forest, partly scary!

My Motto for the race: ALONE AND NOT ALONE.

Ole, please make this event happen again in 2017!

Best regards, Hasso

Philip Cossen

Dear Silver Rudder team,

Thanks for a great race. I am proud to live in the fantastic town that hosts the world’s largest single handed race! I am convinced that all participants appreciate the extent of work required to stage such a huge event. The shore support needed is overwhelming for a small club and community. Well done SVA!

Qualified decisions were taken (T-shirt or cap). These appear to have repercussions beyond what the decision makers could imagine. We live and learn…

On a constructive note, please consider how we can improve things next year… here are a few suggestions:

  • Use text messages to communicate to all the participants. Everyone has registered the boat’s mobile phone number. Set up a text message list and send all participants important information simultaneaously.
  • Allocate a VHF channel for race info.
  • Prize giving time must be communicated.
  • Consider a low cost and simple snack solution for participants as they return to port. Soup or a hotdog and a free beer.
  • It is normal at large regattas, that all participants receive a cap or standard T-shirt when they register.
  • The Silver Rudder T-shirt is NOT merely a piece of clothing. This should only be awarded to sailors that complete the event.
  • Stress the importance of respecting the International Collision Avoidance Rules. Luffing is NOT part of these rules and should be avoided.
  • Pre-race briefing should contain information on weather and current prognosis.
  • Info to sailors on the fact that naval vessels are patrolling the race course in case of an emergency.
  • Boats using their engine after the five minute signal should be disqualified.
  • News updates on the Silver Rudder website throughout the event.
  • Communication up to and after the event are vitally important.
  • Update result list constantly. Not 24 hours after the last boat has completed.
  • News letters via e-mail leading up to the event.

I hope that the above points will be taken in the constructive manner that they are given.

Kind regards
Philip Cossen (Funky Fish)

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Absegelwochenende

Die KUH nach dem Runden der Luvtonne

Die KUH nach dem Runden der Luvtonne

Wie jedes Jahr beginnt das Absegel-Wochenende mit der Regatta nach Eckernförde. Start ist in der Strander Bucht mit kurzer Kreuz zur eigens ausgelegten Luvtonne vor Schilksee. 25 Boote haben zur Regatta gemeldet und alle wollen sie in Luv am Startschiff starten. Auf der SNAEDIS sind wir nur zu zweit an Bord, da werde ich mich nicht in dieses Getümmel stürzen. Wir kommen von Lee und wenden in eine Lücke hinein – etwas spät sind wir dran, sodass wir aus der zweiten bis dritten Reihe starten. Die vielen größeren Boote fahren in Luv alle zügig an vorbei, aber das gibt uns immerhin die Möglichkeit schnell zu schlagen und auf dem anderen Bug im freien Wind zu segeln. Unser Schwesterschiff, die ENTE, war am Start deutlich vor uns, aber wir kommen eher an der Luvtonne an.

Das Zielschiff vor Eckernförde

Das Zielschiff vor Eckernförde

Die ersten großen Boote fahren noch etwas über die Luvtonne hinaus, bevor sie die Spinnaker setzen, um sich von den folgenden kleineren Boot (die auf Backbordbug und hoch am Wind vorfahrtberechtigt sind) freizuhalten. Die drei folgenden Boote halsen direkt nach der Tonne und kommen uns genau in die Quere. Der erste kann vor uns passieren, der dritte geht hinter uns durch, und der zweite LUTZIFER hält voll auf uns zu. Wie will der sich denn freihalten? Mein Vorschoter Karsten fordert lautstark „Raum!“, aber keine Reaktion. Mmm… Abfallen bringt nix – ist auch gar kein Platz in Lee, und anluven auch nicht – dann fahren wir dem dritten direkt vor den Bug. Ich rufe „Luuutzifeer!!“ explizit mit Namen an. Langsam scheint man dort zu merken, das wir mit Wegerecht nicht die Absicht haben auszuweichen. LUTZIFER ändert zögerlich etwas den Kurs und dreht dann schließlich doch fast in den Wind, sichtlich genervt. Ruft zu uns hinüber, wir hätten jawohl auch anluven können, und nennt mich eine „Schnarchnase“. Ja, vielen Dank, selber „Schnarchnase“, soviel Übersicht darf man wohl von jemandem erwarten, der so viele Regatten segelt wie LUTZIFER, dass man sich (wie die NEEDLES and PINS) von den nachfolgenden Booten freihält?!?

Der nächste Kurs zur Tonne „Kleverberg Ost“ ist platt vor dem Laken. Mit unserem Gennaker fahren wir so tief wie möglich, aber für diesen Kurs ist das gute Stück nicht gedacht. Der SCHRAT, die ENTE und diverse andere fahren mit ihren großen Spinnakern (uns fehlen da gut 20-25 m²) tiefer und schneller. Wir müssen vor dem Wind kreuzen, mit deutlich schlechterem Wendewinkel als die Spinnaker-Boote. Am Rande des Fahrwassers halsen wir und können dann die „Kleverberg“ Tonne anliegen. Von dort geht es zur Tonne „Stollergrund Süd“. Vor uns gehen alle Spinnaker weg. So spitz? Schade, ich hatte gehofft, dass wir auf dem Kurs vielleicht mit dem Gennaker hätten punkten können. Vor uns rundet Krischan Prien mit der BLUES die Tonne, hinter uns Prof. Onnasch mit der IMAGINE.

Ein schlankes Boot mit hohem Rigg - die Avance 36

Ein schlankes Boot mit hohem Rigg – die Avance 36

Auf dem Reach-Kurs läuft es gut. IMAGINE fällt langsam achteraus und die größere BLUES kommt näher. Krischan zieht etwas höher, damit wir nicht in Luv vorbeifahren. Ok… Wir fahren etwas tiefer und als wir einen guten Abstand haben und die BLUES querab ist, ziehen wir wieder etwas höher. So sind wir schon oft in Lee durch eine Abdeckung durchgefahren – klappt diesmal auch wieder. An der „Stollergrund Süd“ hat die BLUES aber wieder die Innenposition an der Tonne. Nun geht es auf Steuerbordbug hoch am Wind in Richtung „Mittelgrund Nord“. Wie an einer Schnur aufgereiht fahren wir alle hintereinander her. Der ENTE kommen wir langsam näher. Komisch, sonst sind die Boote vollkommen gleich schnell. Von der Tonne „Mittelgrund Nord“ geht es zur Tonne „Warngebiet 8a“ hinunter – ziemlich genau der Kreuzschlag auf Backbordbug – und von dort bis ins Ziel vor Eckernförde.

Doris und Heiner mit der ENTE

Doris und Heiner mit der ENTE

Die meisten Boote vor uns fahren auf die rechte Seite hinüber. Als wir in die Abdeckung eines vor uns segelnden Bootes geraten, wenden wir und fahren ein Stück auf die linke Seite und erwische gerade eine richtige Winddrehung. Mehr Wind und 30 Grad höher! Läuft jetzt super, nachdem wir unter Genacker so viel verloren haben! Die ENTE haben wir im Sack, eine der Yachtschul- oder Schulungsgruppen Elan’s und eine der J/80. Cool! Und wo ist jetzt das Ziel ausgelegt? Direkt vor dem Yachthafen liegt die orange-beflaggte Tonne und das Zielschiff mit dem KYC Stander im Vorstag. Nun können wir sogar etwas abfallen. Tuuut! Das war’s. Für einen vorderen Platz wird es wohl nicht gereicht haben, aber wir haben noch eine ganz gute Aufholjagd hingelegt.

Meine Schwester Brigitte

Meine Schwester Brigitte

Abends Buffet und Preisverleihung in der Siegfried-Werft. Das Essen ist lecker, die Räumlichkeiten für die vielen Teilnehmer etwas beengt – wir können nur Gruppenweise ans Buffet. Viele Teilnehmer bei uns am Tisch sind unzufrieden. Das ist schade, denn die Mitarbeiter der Siegfried-Werft geben sich alle Mühe, die Enge durch schnelle und zuvorkommende Bedienung auszugleichen. Stefan Kunstmann liefert eine launige Preisverleihung ab. Für alle Teilnehmer gibt es (wie immer) eine Wurst. Am Sonntag begleitet mich meine Schwester Brigitte auf der Rückfahrt nach Strande. Wir haben etwas mehr Wind als am Samstag, aber auch mehr Sonne. Der Wind hat auf SE gedreht und mit einem guten Schrick geht es aus der Eckernförder Bucht hinaus. Dann hoch am Wind in Richtung Kiel Leuchtturm, vor Bülk eine Wende und hoch am Wind in die Strander Bucht hinein.

SNAEDIS von der ENTE aus

SNAEDIS von der ENTE aus

In Strande genießen wir das sonnige Wetter, zwischendurch pfeift der Wind immer mal wieder in den Masten. Etwas böig heute. Im Cockpit picknicken wir und klaren dann das Boot auf. War das ein schönes Absegel-Wochenende! Nach drei Jahren „SilverRudder“ (immer am gleichen Wochenende wie das KYC Absegeln) war ich endlich mal wieder auf der Clubveranstaltung dabei. Auch wenn es schwer gefallen ist, die vielen Freunde auf Facebook und auf dem Tracker des „SilverRudder“ zu verfolgen – diese Einhandregatta rund Fünen bietet schon eine ganz besondere Stimmung mit so vielen gleichgesinnten „durchgeknallten“ Einhand-Seglern und eine ganz besonders faszinierende Herausforderung…

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Segelbundesliga und „Freddy“

Heute mal in die Förde hinein...

Heute mal in die Förde hinein…

Am Wochenende sind Miri und Mimi in Kiel. Zusammen mit Walter waren die Beiden im Sommer an der Schwedischen Küste mit der SNAEDIS unterwegs. Beide studieren Medizin, machen gerade ihr praktisches Jahr in Norddeutschland und wollen noch einmal mit mir segeln gehen, bevor die Boote wieder an Land kommen. Am Samstagabend hat mich Freundin Stefanie zusammen mit Miri und Mimi zum Käsefondue eingeladen. Kein fertiges Fondue, sondern ein Original Schweizer „Geheimrezept“. Oberlecker! Danach fahren wir weiter nach Strande und übernachten an Bord. Bei dem Ostwind ist es etwas schaukelig im Hafen und die ganze Nacht hindurch pfeift der Wind im Rigg.

Da Mimi etwas anfällig für Seekrankheit ist, machen wir am Sonntag Sightseeing und fahren in die Förde hinein. Zu sehen gibt es dort immer genug. Die Kite-Surfer vor Laboe, vorbei am Falkensteiner Strand und am Friedrichsorter Leuchtturm. Vor der Lindenau Werft liegt die „Seabass“ von German Tanker Shipping vor Anker. Ein Tanker, der bei Lindenau gebaut worden ist und an dessen Entwurf ich vor vielen Jahren mitgearbeitet habe. Vor der Schleuse wartet ein anderer kleiner Tanker auf die Einfahrt in den Kanal.

Segel-Bundesliga in Kiel

An diesem Wochenende ist die Segel-Bundesliga in Kiel

Vor der Kiellinie sieht man die J/70 der 1. und 2. Bundesliga ihre Regatten segeln. Dann halten wir uns mal ganz dicht am Ufer, um nicht quer durch das Feld zu fahren. Vorsichtshalber kommt ein Schlauchboot der Wasserschutzpolizei auf uns zu und weist uns darauf hin, nicht durch das Regattagebiet zu segeln. Alles klar, müssen nur aufpassen, dass zwischen uns und dem Ufer noch Platz für den Hafendampfer bleibt, der von achtern kommt. Naa… klappt gerade soeben, dass wir das Boot, das ganz in Lee gestartet ist, nicht behindern. Auch noch unser „eigenes“ vom KYC. Dafür segeln sie heute aber super – soweit wir sehen, liegen sie in diesem „Race“ an erster Stelle!

Als die „Laboe“ uns auf unserer Steuerbordseite passiert, platscht es neben uns. Ein Schweinswal? Nein, viel heller die Farbe, ein viel größeres Tier – mit größerer Rückenflosse – und springt richtig aus dem Wasser, ganz anders als die kleinen Schweinswale. Das muss „Freddy“ sein, der Delfin, der schon seit ein paar Tagen in der Förde schwimmt und mit Badenden spielt.

NDR.de, 12.09.2016: Delfin in Förde – Polizei bittet um Rücksicht

NDR.de, 17.09.2016: Delfin „Freddy“ fühlt sich in Kiel wohl

Daaaaa... ist er!

Daaaaa… ist er!

„Freddy“ zischt an unser Backbordseite vorbei, springt dabei ein paar Mal aus dem Wasser, und setzt sich dann wieder vor die „Laboe“. In der Bugwelle von Lindenau’s Abstromwulst macht es „Freddy“ wohl mehr Spaß, als bei uns. Auf dem Vorschiff stehen ein paar Mädchen und fotografieren „Freddy“ direkt unter sich. Schade, dass wir außer Miri’s Smartphone keinen anderen Fotoapparat dabei haben. Wir segeln bis zum Norwegenkai und gehen dann wieder auf Gegenkurs. Bei HDW liegt die „A“ an der Ausrüstungspier. Sie sieht so ganz anders aus als die üblichen Yachten heute, anders auch als traditionelle Yachten. Die Außenhaut dieser riesigen Yacht glänzt wie ein Neuwagen. Nicht die kleinste Unebenheit ist zu sehen. Unglaublich! Irgendwie wirkt sie futuristisch, dabei ist das Design alten Chinesischen Dschunken nachempfunden. Irgendwie nicht schön, aber dennoch eigenwillig elegant. Faszinierend!

Einmal werden wir noch nass...

Einmal werden wir noch nass…

Um auf dem Rückweg wieder nicht durch das Regattafeld zu segeln, kreuzen wir auf der Ostuferseite bis dicht an die Schwentinemündung heran. Vor uns kreuzt ein IF-Boot aus der Förde hinaus. Manchmal denke ich, ein kleineres Boot wäre ja vielleicht auch ausreichend. Ein Folkeboot oder auch ein IF-Boot. Aber wir sind soo schnell daran vorbei… ich glaube doch nicht, jedenfalls nicht so schnell. Auf dem Rückweg bekommen wir dann doch noch einen Schauer ab. In Strande klaren wir schnell auf und gehen zum Abschluss bei Alexy essen, als Dankeschön laden mich die beiden Mädels ein.

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